CALISTO KSH von Canabis x Lacantus - eine neue Offerte für Züchter

 

In dieser Decksaison steht den Züchtern mit dem westfälisch gebrannten, aber auf rein holsteinischer Grundlage gezogenen CALISTO KSH eine neue Hengst-Offerte zur Verfügung. Der vierjährige braune Hengst hat am 17. Februar beim Springpferdetag im Landgestüt Redefin mit seinem Besitzer Thomas Kleis im Sattel, seine erste Springpferdeprüfung absolviert und ist bei sehr lockerer und gelassener Vorstellung, stets in gutem Rhythmus und mit bester Technik vorgetragen, mit Wertnote 8,2 Zweiter geworden. Das war ein Einstand nach Maß. „Ich weiß was Calisto kann, weil er auch im Training immer gut und willig mitarbeitet und wollte den Züchtern zu Beginn der Decksaison zeigen, dass er auch im Parcours einen guten Job macht. Bis zum Ende der Decksaison soll er aber nur noch sporadisch zum Turniereinsatz kommen und steht den Züchtern auf der Station meines Schwiegervaters in Gadebusch über die Besamung zur Verfügung“, sagte Thomas Kleis nach seinem Ritt in Redefin.

 

Calisto KSH, der im Sport als Calisto 45 geführt wird, gezogen bei Corinna Dieck im sauerländischen Ense, hat den Contender-Sohn Canabis zum Vater, dessen Wirkungsstätte Zangersheide in Belgien ist. Die Züchter und Pferdefreunde aus Mecklenburg-Vorpommern werden sich noch an den Canabis-Sohn Caesar erinnern, der unter André Thieme große internationale Erfolge hatte, bevor er ihn 2012 auf seiner USA-Tournee verkauft hat.

Die Holsteiner Mutter von Calisto KSH, R-Lavendel SA, hat Lacantus (v. Lord Calando) zum Vater und führt im fallenden Mutterstamm die Hengste Landgraf I, Ahorn Z und Capitano. Lacantus, ein Hengst der Station Maas Johannes Hell, war im Dressursport erfolgreich und lieferte unter anderen den 2005 in Plaaz gekörten Hannoveraner Lumos. Großmutter Balia vom legendären Holsteiner Linienbegründer Landgraf I lieferte den gekörten Cash and Carry (v. Cash), der eine Vielzahl hervorragender Sportpferde hervorbrachte. Einer der erfolgreichsten ist der aktuell von Jörg Naeve gerittene Cashflow, mit dem dieser 2014 den Großen Preis bei der Baltic Horse Show in Kiel gewann. Ahorn Z mit dem begehrten Blut des Selle Francais Hengstes Alme, ist unter anderen Vater von Acord I und II. Der vierte Mutter-Vater Capitano brachte Capito I bis III. 

 

Calisto KSH wurde dreijährig bei der Winterkörung 2014 in Redefin mit einem Stockmaß von 172 cm gekört. An seinem Körperbau hatte die Körkommission kaum etwas auszusetzen. Mit großzügiger Galoppade ausgestattet, überwand er alle Höhen die man dem jungen Hengst vorsetzte, sehr willig, souverän und mit bester Springtechnik, so wie er das auch bei seinem ersten Turniereinsatz präsentierte.

 

Im November/Dezember vorigen Jahres stand der 30-Tage-Test in Neustadt-Dosse an. Dort zeigte der Hengst überdurchschnittliche Qualität am Sprung, wie sich aus den Noten des Trainingsleiters und der Richter ablesen lässt. Für die Springanlage vergab Trainingsleiter Heiko Brehmer die Höchstnote 10, die nur noch ein weiterer der insgesamt 36 Probanden erhielt. Zusammen mit den Noten der Richter (9,0 = sehr gut) ergab das ein Mittel von 9,5. Damit avancierte Calisto KSH zum zweitbesten Springhengst der Prüfung. In der springbetonten Endnote, in die mit unterschiedlicher Wichtung auch die Bewegung, Rittigkeit (9,00) und Charaktereigenschaft (9,50) einfließt, erhielt er 9,03 Punkte, was verbal „sehr gut“ bedeutet. Die Endnote insgesamt beträgt 8,34. Auch das ist der zweithöchste Wert aller geprüften Hengste. 

 

Eigenleistung und Gesamthabitus von Calisto KSH und die seiner Holsteiner Vorfahren, sollten Züchter bei der Wahl eines Paarungspartners für ihre Stute in die Überlegung einbeziehen.